Türkiye hat die jüngsten Angriffe Israels auf mehrere Ziele in Syrien scharf kritisiert und betont, dass keine Provokation oder Bedrohung von syrischer Seite ausgegangen sei.
In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung verurteilte das türkische Außenministerium zudem die jüngsten Äußerungen israelischer Minister als provokativ und als Ausdruck der „aggressiven und expansionistischen“ Politik Israels.
Die Erklärung richtete sich insbesondere gegen die Regierung Netanjahus, die als eine treibende Kraft für die Destabilisierung der Region bezeichnet wurde. Das Ministerium stellte infrage, weshalb Israel von Entwicklungen in Syrien und dem Libanon beunruhigt sei, die aus Sicht Ankaras einen positiven Beitrag zu Frieden und Stabilität in der Region leisten.
Angriffe auf Syrien als Teil von Israels Konfliktstrategie
Mit Blick auf die israelischen Luft- und Bodenangriffe in Syrien erklärte das Außenministerium, dass diese Teil einer israelischen Außenpolitik seien, die auf Konflikten basiere. Türkiye warf israelischen Regierungsvertretern vor, mit solchen Militäraktionen von den eigenen Verbrechen im Gazastreifen und im Westjordanland abzulenken.
Ankara kritisierte zudem Israels fortschreitenden Siedlungsbau, Annexionspläne sowie militärische Operationen in Syrien und dem Libanon als erhebliche Gefährdung der regionalen Sicherheit.
Aufruf zu internationaler Verantwortung
Das türkische Außenministerium bezeichnete Israel als „strategischen Destabilisierer“ und forderte ein Ende der israelischen Besatzung palästinensischer Gebiete. Zudem appellierte Türkiye an die internationale Gemeinschaft, entschlossen gegen die „zunehmend rücksichtslose Aggression“ Israels vorzugehen.
Abschließend unterstrich Ankara sein Engagement für Frieden und Stabilität in der Region und erklärte die israelische Politik zu einem der größten Hindernisse für Sicherheit im Nahen Osten.