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Syrische Medien: Israel tötet sechs Soldaten bei Drohnenangriff
Israels Aggression trifft erneut die syrische Hauptstadt. Erst im Juli flog Israel Luftangriffe auf Regierungsinstitutionen in Damaskus und mischte sich auch in den Konflikt in Suweida ein.
Syrische Medien: Israel tötet sechs Soldaten bei Drohnenangriff
Foto: Ammar Awad/REUTERS (Archiv)
27. August 2025

Bei israelischen Drohnenangriffen in der Umgebung von Damaskus sind nach Angaben des staatlichen syrischen Fernsehsenders El Ekhbariya sechs syrische Soldaten getötet worden. Syriens Regierung teilte am Montag mit, Israel habe 60 Soldaten in sein Hoheitsgebiet in der Nähe des Hermongebirges entsandt und damit seine Souveränität verletzt. Der Angriff habe „einem der Militärgebäude der 44. Division der syrischen Armee in Kiswa westlich von Damaskus“ gegolten, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Das israelische Militär behauptete, seine Truppen hätten eine Routineoperation im Süden Syriens durchgeführt.

Zuvor hatte die syrische Nachrichtenagentur Sana berichtet, dass bei einem israelischen Angriff im Süden Syriens ein Mann getötet worden sei. Die israelische Armee habe das Dorf Tarnadscha auf den Golanhöhen angegriffen, die Israel zum Teil besetzt hat.

Israel und Syrien befinden sich offiziell seit 1948 im Kriegszustand. Der jahrzehntelange Konflikt dreht sich vor allem um die von Israel seit dem Sechstagekrieg 1967 völkerrechtswidrig besetzten Golanhöhen. Syrien hatte im Jom-Kippur-Krieg 1973 erfolglos versucht, das Gebiet zurückzuerobern, im Jahr darauf einigten sich die beiden Länder auf einen Waffenstillstand. Die UNO richtete eine Pufferzone auf den Golanhöhen ein. 1981 besetzte Israel erneut Teile des Gebiets. Israel verlegte zudem nach dem Umsturz in Syrien Truppen in Gebiete jenseits der Waffenstillstandslinie , was international in der Kritik steht.

Israel mischte sich außerdem in den Konflikt zwischen arabischen Beduinenstämmen und drusischen Milizen in der syrischen Provinz Suweida ein. Dort waren bei Kämpfen zwischen mehreren Gruppen mehr als 1000 Menschen getötet worden. Israel bezeichnet sich selbst als Schutzmacht der Drusen und griff im Juli in Suwaida und in der Hauptstadt Damaskus an. Die Drusen hingegen sehen sich größtenteils mit Syrien verbunden. Trotz der Spannungen haben beide Seiten Gespräche aufgenommen. Sana zufolge traf Außenminister Asaad al-Schaibani vor einer Woche eine israelische Delegation in Paris, um über eine „Deeskalation“ zu beraten. Ziel der Gespräche ist demnach eine Rückkehr zum Waffenstillstandsabkommen von 1974.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen
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